Das ist das letz­te Bild des Monats für 2018 und wie immer, war die Ent­schei­dung schwie­rig, wel­ches Bild es wer­den soll. Im Dezem­ber gibt es immer vie­le inter­es­san­te Moti­ve mit Weih­nachts­märk­ten am Tag und in der Nacht, wun­der­schö­nen Weih­nachts­de­ko­ra­tio­nen, üppi­gen Schau­fens­ters, Feu­er­werk zum Jah­res­wech­sel und manch­mal sogar mit Schnee. Da fällt die Ent­schei­dung nicht ein­fach, zumal ich selbst vie­le weih­nacht­li­che Fotos die­ses Jahr gemacht habe.

Aber es ist genau die­ses Bild, wel­ches mein Bild des Monats ist. Ich fin­de es wirk­lich gut, dass eine klei­ne Stadt an ihrer Stra­ßen­bahn fest­hält, die­se auch reno­viert, neue Glei­se baut und nicht dem all­ge­mei­nen Trend hin­ter­her läuft, alles abzu­bau­en, was alt und gut ist.

Die­se Stra­ßen­bahn ist schon recht spe­zi­ell: Kei­ne Nie­der­flur­wa­gen, alles recht klap­pe­rig und nicht nagel­neu. Aber sie fährt jeden Tag, ist die die Ein­woh­ner der Stadt da. Eine Beson­der­heit sind die Ansa­gen der Hal­te­stel­len durch Kin­der­stim­men. Auch wenn die Bahn an sich nicht die Neu­es­te ist, kann die­se klei­ne Stadt Han­dy-Ticket. Das kann nicht jede gro­ße Stadt. Alles in Einem: Das ist ein Bei­spiel für einen funk­tio­nie­ren Nah­ver­kehr.

Die­ses Bild ist tech­nisch nicht per­fekt, aber es war nicht so ein­fach, die­sen spe­zi­el­len Wagen bei Schnee­fall und star­ken Wind irgend­wo zu ent­de­cken. Und da kam die Linie 3, mit dem gel­ben Wagen. 135 Jah­re sind eine lan­ge Zeit, auf die man stolz sein kann und wei­ter so machen soll­te.

Ich benut­ze dies Stra­ßen­bahn immer, wenn ich da bin und genie­ße es rich­tig, in einer ziem­lich klei­nen Stadt mit ca. 56 Tau­send Ein­woh­ner ein funk­tio­nie­ren­des Nah­ver­kehr zu haben. Wenn man es wirk­lich will, dann funk­tio­niert es auch und man kann sogar am Wochen­en­de sehr gut ohne Auto unter­wegs sein. Ganz anders als in eini­gen deut­lich grö­ße­ren Städ­ten.

Zurück zu dem Foto. Es ent­stand aus der Hand an einem Tag mit Schnee­fall und sehr viel Wind. Ich habe ein biss­chen die Far­ben kor­ri­giert und die Belich­tung ange­passt. Hier geht es um das spe­zi­el­le Motiv und weni­ger um die Per­fek­ti­on.